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Erstmal vorweg: Für mich persönlich hat es keinerlei Auswirkungen, denn wie die meisten wissen, wohne ich nicht im Hauptort Krailling, sondern in Pentenried und da kann ich mich einem gemütlichen Spaziergang durch den Wald eine Haltestelle des X910 erreichen.

Aber es geht ja nicht um mich, es geht um die Menschen, die auf den Bus angewiesen sind, um zur Arbeit, zur Schule oder zum Arzt zu kommen. Und das geht, wenn man in Krailling wohnt am besten mit dem X920.

Beginnen wir mit einer Bestandaufnahme. So fährt der X 920:und so fährt der X910

Laut Beschlussvorlage wir nun geprüft, ob man diese Linien irgendwie verbinden kann:

„Nachdem aktuell die Vorplanungen für die Weiterführung der Expressbuslinie X910 (derzeit MünchenGroßhadern über Gauting nach Weßling) ab Dezember 2025 laufen, wird geprüft, inwieweit in diesem
Zusammenhang eine sinnvolle Einbindung von Krailling in den Linienverlauf der Linie X910 ermöglicht
werden kann. Grundsätzlich ist sowohl Krailling selbst über die Regionalbuslinien 966, 967 und 968 an die
S 8 (Bahnhof Gauting bzw. Planegg) und über die Regionalbuslinie 936 an die U-Bahn München
(Fürstenried-West) angebunden. Auch das KIM hat über die Regionalbuslinien 906 und 966 einen direkten
Anschluss zur S 8 (Bahnhof Gauting bzw. Planegg) [sic! Natürlich ist es die S6 Anm.ask].

Also, sicher ist noch nichts. Es wird gestrichen, obwohl es noch keine Alternative gibt, Krailling weiterhin eine sichere und schnelle Anbindung an S-und U-Bahn zu gewährleisten. Und ohne sicher und schnell klappt es halt nicht mit dem Umstieg vom Individualverkehr auf die Öffentlichen und dann klappt es auch schwerlich mit den Klimaschutzzielen und schon gar nicht mit der 2018 vom Kreistag verabschiedeten “ Vision Mobilität 2020″

Mal Hand aufs Herz: Wer wechselt denn, wenn es nicht sein muss, in den langsamen Regionalbus und riskiert Verspätungen beim Umsteigen? Das ist kein ausreichendes Angebot. Weder für Wechselwillige, noch für Menschen, die keine Alternative haben. Das sind übrigens über 30% der Bevölkerung. Und zwar besonders schützenswürdige Gruppen: Schulkinder, Menschen mit Behinderung, alte Menschen, Alleinerziehende und jede Person, die sich einfach kein eigenes Kfz leisten kann. Die benachteilige ich dergestalt, dass sie schlechtestenfalls gar nicht mehr am sozialen Leben teilnehmen können. Ihnen wird der Zugang zu Bildung, Arbeit und Gesundheitsfürsorge erschwert.

Der X920 dient nämlich auch als Schulbusersatz. Und zwar zur FOS nach Fürstenfeldbruck (warum viele Schüler*innen lieber nach FFB statt nach Starnberg gehen ist ein anderes Thema) und zu den Schulen in München. Klar, sind keine Landkreisschulen, aber was ist das für eine Politik, die Bildung an der Landkreisgrenze enden lässt?

Aber, was ich in meinem Jahrzehnt Kommunalpolitik gelernt habe: Soziales und Ökologisches verlieren so gut wie immer. Wobei diesmal schon auch die Wirtschaft verliert. Zumindest die von Krailling: ein guter ÖPNV Anschluss ist ein Standortfaktor. Den verliert unser Gewerbegebiet jetzt. Denn auch hier gilt: Regionalbus mit Umsteigen ist keine gleichwertige Alternative zum Expressbus.

Ich bin von der Entscheidung des Kreisausschuss nicht überrascht. Enttäuscht, ja, aber nicht überrascht.

Das einzig überrschende war, dass nicht mal die Parteikollegin unseres Bürgermeisters, die Kreisrätin Britta Hundesrügge, ihn unterstützt hat. Die Kreisrätin, die sich doch so für Bildung stark mach und die Wirtschaft fördern will. Die bei der ARGE Inklusion nicht müde wurde, ihre Unterstützung zu versichern. Doch was interessieren Wahlversprechen von gestern und Bildung, die eben keine gymnasial-akademische ist.

Denn das Geld für den Bus zur Schule steckt in einem Prestige-Gymnasium oder auch in einer überdimensionierten Unterführung in Königswiesen. Das war jetzt auch mein Vorschlag, wo man sparen sollte, um den Bürger*innen solch grundlegende Versorgung bieten zu können. Die Monsterunterführung hilft niemandem auf dem Weg zum Arzt oder zur Schule.

Da nun unsere Fraktion und auch namentlich Werner Engl und ich, harsche Kritik ernteten, wir würden nur die Pläne des Bürgermeisters schlecht machen, hätten aber keine eigenen Lösungen möchte ich gerne auf unseren seit fünf(!) Jahren vorliegenden Vorschlag verweisen, der stets positive Resonanz fand, jedoch vom Bürgermeister einfach nie weiter beachtet wurde. Klar: das ist eine pragmatische Lösung ohne viel Tam Tam und Prestige. Aber es wäre damals finanziell noch möglich gewesen und könnte auch heute noch einen Ansatz zur Lösung des Dilemmas darstellen.

Zunächst stellt sich die Frage: Was wollen wir? Neubau oder Sanierung? Für eine Sanierung sprachen und sprechen sich unser ehemaliger Bauamtsleiter, die Architekten im Gemeinderat, das beauftragte Planungsbüro und die Mehrheit des Gemeinderats (in Anerkennung der Empfehlungen der Expert*innen ) aus. Hier möchte ich kurz auf das Planungsbüro eingehen. Bevor ich das tue, empfehle ich einen Blick auf die von diesem Büro verwirklichten Projekte: https://www.gressmann-soellner.com/projekte . Sowohl Neubauten als auch Sanierungen. Und auch das Planungsbüro empfahl dem Gemeinderat stets die Sanierung und erstellte ein entsprechendes Konzept, basierend auf fundierten Erfahrungswerten, denn wer eine Klinik im laufenden Betrieb saniert, schafft das auch bei einer Schule ( es sind auch Schulen im Portfolio). Ein Neubau ist übrigens tendenziell für ein Planungsbüro attraktiver: Keine Unwägbarkeiten, keine Restriktionen durch Bestand und keine Arbeiten im Laufenden Betrieb. Wenn also hier die Sanierung empfohlen wird: Warum daran zweifeln? Die Mehrheit des Gemeinderats tut das nicht. Nur der Bürgermeister, der scheinbar mehr Expertise hat als all die Vorgenannten gemeinsam. Zumindest scheint er das zu glauben.

Angeblich ist die Schule nicht mehr sanierbar, das wird Bürger*innen und Presse erzählt. Eine Sanierung würde ein schlechteres Resultat bringen. Dafür bitte ich wieder eines der Sanierungsprojekte des Planungsbüros zu betrachten. Oder wollen wir glauben, die Intensivabteilung der Kliniken Nordoberpfalz in Weiden sei dysfunktional, weil nicht abgerissen und neu gebaut wurde? Ich überlasse gerne jeder Person das eigene Urteil.

Ein großer Teil, der Sanierungskosten war die temporäre Unterbringung der Schulklassen in Containern, die angemietet würden. Und, man muss klar sagen, die ursprüngliche Planung basierte auf maximalen Wünschen  aller Beteiligten. Diese Planung wurde seither nicht überarbeitet. Auf Nachfrage bereits vor ein bis zwei Jahren beim Planungsbüro hatten die seit langem nichts mehr von der Gemeinde Krailling  gehört, geschweige denn die Information bekommen etwas an der Planung abzuspecken. Theoretisch befinden wir uns seit  über 5 Jahren in einem Vertragsverhältnis, weil dieses nie gekündigt wurde.

Ein Grund hierfür könnte der erste vom Bürgermeister vorgeschlagene “ Ringtausch“ mit Neubau der Grundschule auf der Sanatoriumswiese , quasi schon außerhalb des Ortes, sein. Auf die Ablehnung eines Standortwechsels in den Außenbereich reagierte der Bürgermeister zornig und beleidigt mit der Ankündigung, dann werde er eben nichts mehr machen. Somit lag das Projekt Grundschule jahrelang brach. Nicht weil der Gemeinderat blockiert, sondern weil es nicht mehr auf die Tagesordnung, für die der Bürgermeister verantwortlich ist. Doch nicht nur die Diskussion liegt auf Eis, auch die Instandhaltung und vielen Kolleg*innen, wie auch mir drängt sich die Frage auf, ob die Grundschule auf Kosten der Schulkinder und der Gemeinde so an die Wand gefahren werden soll, dass irgendwann eine Sanierung wirklich unmöglich wird? Dass einfach Fakten geschaffen werden sollen? Man weiß es nicht.

Und nun der nächste „Ringtausch“. Um das Argument der Lage zu entkräften kommt nun die Ortsmitte ins Spiel. Und wieder sollen zwei Gebäude abgerissen und neu gebaut werden. Herr Haux wäre der Bürgemeister des neuen Rathauses UND der neuen Grundschule. (Die Hoffnung auf „Bürgemeister der KIM-Erweiterung“ hat er wohl auch noch nicht aufgegeben, wenn schon der „Rudolph-Haux-Campus“ auf der Sanatoriumswiese eher unwahrscheinlich geworden ist) Ohne Fakten präsentiert er also unter Einbestellung von Elternbeiräten der Grundschule seine Vision. Dass Zahlen und Fakten fehlen macht et durch schaurige Bilder des maroden Zustands der Grundschule wett. Und damit, den Eltern falsche Hoffnungen auf eine schnelle Lösung zu machen. Die Vorschläger der Expert*innen legt er und mit ihm auch Teile der Presse als “ weiter rumwursteln“ aus. Schön, dass wir in Krailling doch so viele Baufachleute haben, die nicht wie ich Menschen vertrauen müssen, die seit vielen Jahren erfolgreich auf diesem Gebiet tätig sind.

Falls es jemanden Interessiert, das wäre unser Vorschlag zum Vorgehen und unsere Vorschläge von 2018/19 :

  1. Uns wird endlich der auf Beschluss der Gemeinderats erarbeitete Vorschlag des Kollegen Sefzig vorgestellt, dessen Architektenbüro damit beauftragt wurde, die Ist Situation aktuell zu untersuchen und Wege aus diesem Dilemma aufzuzeigen.
  2. Wir machen endlich tabula rasa mit dem ursprünglichen Planungsbüro: wenn wir noch bezahlte Leistungen ausstehen haben, bitten wir um einen abgespeckten Entwurf, sonst schaffen wir Klarheit bei den Geschäftsbeziehungen
  3. Wir diskutieren nur auf Basis von Fakten und Zahlen, wie beantragt
  4. Wir machen uns klar, dass Grundstücksverkäufe und Zerstörung von Biotopen nicht dazu geeignet sind, denen, denen wir die Bildungsmöglichkeiten verbessern wollen, die Zukunftsperspektiven zu verbessern
  5. Wir lassen persönliche Befindlichkeiten und Prestigedenken außen vor.

Unsere  Vorschläge zur Sondersitzung vom 19.11.2019 gibt es hier als pdf

Und so war unser Vorschlag basierend auf Konzepten von Werner Engl ( der zwar nicht die seit 2019 stets verschlimmerte finanzielle Situation der Gemeinde behebt, aber wenigstens Vermögenswerte schafft, statt es zerstört):

Was / Aufgabe:

  • Sanierung und Fortentwicklung der Schule, Erweiterung der Kinderbetreuung
  • wirtschaftliches und voll förderfähiges Vorgehen (keine teuren Provisorien),
  • ressourcen- und umweltschonend, ohne Eingriffe in Naturräume,
  • Erhalt der Gemeindestruktur und möglichst kurzer Wege

 

Schule – Kinderbetreuung – Jugendliche – Veranstaltungen

  • Die Räumlichkeiten für die Schule, die Betreuung von Kindern und Jugendlichen sowie auch von Veranstaltungen für Erwachsene sollen entsprechend den finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde fortentwickelt werden.
  • Mit einer ressourcen- und naturschonenden Überbauung des Parkplatzes hinter dem Rathaus könnten neue Räume für die erforderliche Erweiterung des daneben liegenden Kinderhauses und die anderen Kinderbetreuungseinrichtungen, die Musikschule und die VHS in der Schule geschaffen werden. Falls erforderlich und leistbar können dort für eine temporäre Nutzung während der Umbauzeit für die Schule Räume erstellt werden, die danach für Jugendeinrichtungen oder Veranstaltungen der Bürger bereit gestellt werden.
  • Die im Bestandsgebäude der Schule dadurch frei werdenden Räume können kostengünstig umgebaut und saniert werden für eine fortschrittliche Neuorganisation der Schule. Durch interne Umverlagerung des Schulbetriebs und eventuell zusätzlich erforderliche geringfügige Ergänzungen wird es möglich, das gesamte Gebäude abschnittsweise zu sanieren und zeitgemäß zu gestalten.
  • So werden keine baulichen Provisorien, keine mehrfachen Umzüge, keine neuen Bauflächen und keine Verlagerungen von Einrichtungen im Ort erforderlich. Die Förderfähigkeit aller Kosten und die konzentrierte Anordnung der Einrichtungen der Gemeinde am bekannten Ort wird möglich

 

Das alles macht die Situation nicht besser, aber vielleicht verständlich, warum wir so verärgert sind. Schuldzuweisungen bringen ohnehin nichts, aber die Schuld einfach auf andere abzuwälzen auch nicht. Und es ist zudem schlechter Stil.

Nicht gesprochen wurde hier von dem neuen Plan des Bürgermeisters, mehr Informationen dazu gibt es hier 

und hier

Über die mediale Aufrüstung zum potenziellen Public Viewing der Sitzung, die nur dazu führte, dass die überschaubare Zahl der Interessierten draussen im Regen warten musste, bis sie ins Rathaus durfte habe ich ja bereits berichtet. Nun aber zum Thema Grundschule.

Ein großer Coup sollte es wohl werden, das Wolkenschloss des Bürgermeisters.

Die Ouvertüre: Eine Mischung aus Horrorszenario und Vorwürfen an den Gemeinderat.

Der Gemeinderat würde dem Verfall der Grundschule tatenlos zusehen. Genau das Gegenteil ist jedoch der Fall: Durch alle Fraktionen kamen Aufrufe, die Instandhaltung nicht so schleifen zu lassen, doch leider blieben diese oft ohne Wirkung. Könnte das etwas mit der Aussage des Bürgermeisters, nachdem der Gemeinderat seine erste Seifenblase mit der Sanatoriumswiese hatte platzen lassen, er würde in dieser Sache nichts mehr machen, das soll der Gemeinderat tun, zu tun haben? Man weiß es nicht. Ich jedoch finde solche Aussagen eines Bürgermeisters unwürdig. Aber sie würde einiges erklären. Auch die Verärgerung vieler Kolleg*innen.

Zur besseren Nachverfolgung ist hier die Präsentation aus der öffentlichen Sitzung als pdf und die uns zur Verfügung gestellte Präsentation als Powerpoint mit etwas anderen Parametern.

Leider wurden nach der Vorstellung nur wenige Meinungen gehört, da vom GR Walterspiel der Antrag zur GO auf Beendigung der Diskussion gestellt wurde, welcher angenommen wurde. Übrigens auch vom Bürgermeister, der sich vermutlich darüber im Klaren war, dass er nicht Besser aus diesem Tagesordnungspunkt herauskommen konnte. Ob nun die Eltern, die extra hierfür ins Rathaus gekommen waren und im Regen ausgeharrt hatten, war offensichtlich irrelevant.

Ich verstehe, dass bei den oft überfrachteten Tagesordnungen die Kolleg*innen gerne für eine Verkürzung stimmen, jedoch empfinde ich es als unangebracht, wenn ein Gemeinderatsmitglied, nachdem es lange gesprochen hat, den anderen die Redezeit verwehrt. Das hat nicht viel mit Demokratie zu tun, eher mit dem Wunsch zeitig nach Hause zu kommen.

Aber, wen es interessiert, was ich noch anzubringen gehabt hätte, der*die kann es ja hier nachlesen:

Zunächst der Vorwurf, den ich selbst schon fast nicht mehr hören kann: Es ist schlechter Stil, den Bürger*innen Hoffnungen zu machen, wenn noch gar nichts untersucht ist.

Das war so beim Ratsbegehren zum Antennenfeld und das ist hier so.

Fangen wir mit ein paar Kleinigkeiten an: Allein die Zeit für das Verfahren mit Prüfung von Förderungen ist utopisch. Ich erinnere an die neue Ortsmitte. Als ich 2014 in den Gemeinderat kam dachte ich mir, ich müsse mich nicht mehr einarbeiten, weil das Projekt nach 10 Jahren doch schon in der Endgeraden sein müsste. Weit gefehlt: nochmal 5 Jahre hat es gedauert. Und das war ein Projekt, der Bürgermeister will drei Projekte auf einmal stemmen. Zuzüglich Bauhof, Feuerwehr Pentenried und laufenden Projekten. Ach ja, wenn es nach ihm ginge auch noch einer Neuausweisung an Gewerbeflächen. Wer soll das alles bearbeiten?

Aber gut.

Im Gegensatz zur Grundschule wurde unser Rathaus bereits saniert. Und es uns als baufällig mit Verweis auf ein lockeres Geländer zu verkaufen ist schon eine Nummer. Wir sollen also ein voll funktionsfähiges Gebäude abreissen. Da bedankt sich das Klima. Und die Gemeindekasse. Ich hoffe mal, die Abrisskosten sind in den 6 Mio für das neue Rathaus schon inkludiert.

Dann bauen wir, schon wieder mal entgegen eines Bürgerbegehrens, aufs Manhartgrundstück/ die Maibaumwiese.

Bisher haben wir noch keinen cent eingenommen oder Förderung erhalten.

Jetzt bauen wir die Grundschule. Schön und gut. Das soll quasi nächstes Jahr beginnen. Und 15 Millionen kosten. Die alte Schule reißen wir entgegen Expert*innen-Meinungen ab ( z.B. unser ehemaliger Bauamtsleiter und unsere Architekten im Gemeinderat sprachen sich für eine Sanierung aus). Aber leider sieht sich der Bürgermeister als größter Experte auf allen Gebieten. Und möchte offensichtlich dringend in seiner Amtszeit etwas bauen.

Und nun kommt das Glanzstück: Wir verkaufen das Grundschulgrundstück. Laut der Aussagen des Bürgermeisters ist es zwischen 8.000 und 10.000 qm groß und bringt zwischen 19 und 24 Millionen ein. Das sind mal geschmeidige 2.400 EUR pro qm. Da bleibt zu hoffen, dass die aktuell leicht sinkenden Preise wieder hoch gehen. Und dass auch wirklich jemand das Grundstück kaufen will.

Dass der Bürgermeister bei diesen Preisen in seinem gern zitierten Nachhaltigkeits-Dreiklang das „sozial“ schon weggelassen hat, verwundert da nicht. Denn wo er beim letzten Entwurf noch von erschwinglichem Wohnraum, sogar sozialen Wohnungsbau gesprochen hatte, geht es jetzt ganz klar um Luxuswohnungen.

Hoffentlich haben die Luxuswohnungskäufer keine Luxusautos, denn die Erschließung über die Pentenrieder Straße könnte etwas stockend sein. Wer von uns ist nicht schon mal mit dem Auto oder dem Fahrrad an der schmalen Unterführung gestanden oder hat gebetet, dass es auch diesmal nicht zu eng ist? Das wird bestimmt ein Spaß so zwischen 7:30 und 8:30, wenn Eltern, Lehrer*innen, Schulkinder und die sagen wir mal 150 Neu-Kraillinger*innen sich aufmachen durch die Unterführung. Und arbeiten müssen die da sicher alle, bei den Preisen.

Das waren nur mal ein paar Überlegungen, die mir gestern ad hoc in der Sitzung eingefallen sind. Wir hatten ja auch keine Vorlage und hätten, wenn es nach dem Bürgermeister gegangen wäre, allein auf seine, leider ziemlich unfundierte und auf Show ausgelegte Präsentation hin, auch noch einen Beschluss fassen sollen. So geht das halt einfach nicht.

Zu guter Letzt muss ich aber noch was nettes sagen, denn diesen Entwurf werde ich mit viel mehr Wohlwollen als den letzten ablehnen. Zumindest ist die Sanatoriumswiese raus aus dem Ringtausch. Aber solche Zahlenspiele und Jonglierereien kann ich mit meinem eigenen Geld machen, aber nicht mit den Steuergeldern meiner Bürger*innen.

Und ich zitiere jetzt mal die ehemalige GR-Kollegin Zwissler: „Diese Grundschule haben wir auch ohne Gewerbegebiet gebaut, da muss es doch möglich sein, sie jetzt zu sanieren.“

Ich fürchte, hier werden den Eltern Hoffnungen gemacht, die auf keinen Fall zeitnah erfüllt werden können und vermutlich in dieser Form gar nicht. Und klar ist: Der Gemeinderat war mehrheitlich nicht angetan. Denn das Thema ist zu wichtig um damit Politik machen zu wollen.

 

Zuallererst: Es hat sich schon wieder gelohnt, Gemeinderätin zu sein.

Ich durfte nämlich im Trockenen sein, im Gegensatz zu rund 15 Bürger*innen und der Presse, die während der vorgelagerten nicht öffentlichen Sitzung das Rathaus nicht betreten durften, da die Türe zum Ratssaal nicht geschlossen werden konnte. Warum? Weil wohl jemand auf viel Öffentlichkeit gesetzt hat und versucht hat zu mobilisieren? In Anbetracht der nicht sehr aussagekräftigen Tagesordnung muss es auch aus dem Rathaus gekommen sein, denn es waren viele Zuhörer*innen zum TOP 8: Schulsanierung / Neubau; Optionen der Gemeinde Krailling  erschienen, der ohne irgendwelche Unterlagen erschien. Also konnte niemand wissen, ob es ein langer oder kurzer Punkt ist und was den besprochen werden soll.

Wer auch immer jedoch versucht hat, viele Leute zu mobilisieren hat mit viel größerem gerechnet: denn die Türe zum Ratssaal konnte nicht geschlossen werden wegen einer umfangreichen Installation um die Sitzung nach aussen übertragen zu können.

Ein schöner Reinfall für die wenigen, die dann letztendlich kamen: Für die hat der Ratssaal locker gereicht, aber sie mussten im Regen warten. Großmannssucht vor Bürger*innenfreundlichkeit würde ich das nennen.

Aber zu diesem Tagesordnungspunkt blogge ich noch separat, der lohnt einer genaueren Betrachtung. Daher erstmal der Rest:

Am 27.09.2022 hat unsere Fraktion einen Antrag gestellt, die Sanatoriumswiese unter zu verpachten, damit sie Teil des Bayrischen Vertragsnaturschutzprogramms werden kann. Das würde der Gemeinde nicht nur ein paar tausend Euro sparen, sondern auch viel Arbeit im stets überlasteten Bauamt. Auf Anfrage im Dezember 2022 hatte der Bürgermeister zwar schon mal angefragt, es aber dann liegen lassen. Klar, zu viel Naturschutz ist halt auch nicht gut. Wissen wir ja schon.

Ein Hoffnungsschimmer: Er hat am Mittwoch gleich schriftlich zugesagt, sich zu kümmern.

Auf jeden Fall hat den Bund Naturschutz nun selbst alle Maßnahmen getroffen und könnte nach über einem Jahr also pachten….wenn es die Gemeinde noch auf die Reihe bringt. Laut VNP muss es im Januar los gehen. Mal sehen, wir hoffen, es klappt. Auch kleine Einsparungen helfen doch, oder?

Wir hatten zudem im Rahmen der letzten Anfrage im FSK zu den Kosten des Ratsbegehrens auch gebeten, mal die Ausführungen der Rechtsberatung zu sehen, weil sie war ja mit rund 1.700 EUR nicht ganz billig,. Vielleicht kommt es ja im FSK.

Weiterhin wollte ich gerne wissen, wie es denn mit dem Raum für Vereine im Betreuten Wohnen in der Margaretenstr. weitergeht: Es ist ja schön, wenn die Vereinen einen 15-EUR-Essensgutschein bekommen, aber besser wäre schon, sie hätten einen Raum, wo sie sich treffen könnten. Da bleiben wir natürlich dran, denn das war ein zentraler Punkt als wir über dieses Projekt beschlossen hatten.

Und dann müssen wir leider die Zukunftsfähigkeit des Beschlusses zur Kraillinger Baumpflege in Frage stellen. Ich habe versucht, das  ohne großen Antrag anzustoßen, denn, ganz ehrlich, ich hatte mit die Tätigkeit als Gemeinderätin nicht als Fulltimejob und Kontrollorgan für den Bürgermeister vorgestellt. Keine*r von uns übrigens.

Denn klar, ganz kurzfristig gedacht ist fällen billiger als pflegen. Aber wenn dann ordentlich nachgepflanzt werden soll, wird es schnell sehr viel teurer: Bäume wachsen immer schlechter an, brauchen viel mehr Wasser und Pflege und selbst dann ist Erfolg nicht gewährleistet. Unter Umständen muss 2 oder 3 Mal nachgepflanzt werden. Von der Klimabilanz spreche ich dabei gar nicht, und das wo wir uns doch einstimmig dazu bekannt haben, unsere Beschlüsse auch im Hinblick auf Klimafreundlichkeit zu prüfen. Den Antrag dazu gibt es hier.

Zwei Infos zur Mobilität gab es auch:

Demnächst kommt „Miles“ nach Krailling, ein carsharing-Konzept. Das finde ich gut, auch wenn es nicht nach Pentenried, Frohnloh und die KIM kommt.

Und weitere Probleme mit dem „Ruhenden Verkehr“: Beim großen Wintereinbruch letzte Woche konnten einige Straßen nicht geräumt werden, weil sie zugeparkt waren. Sehr unschön und es wird wohl zu saisonalen Halteverboten kommen.

Ansonsten möchte die Gemeinde wegen der schlechten Haushaltslage versuchen aus dem Zweckverband der weiterführenden Schulen austreten. Wir haben im FSK beschlossen, dass die Verwaltung sich diesbezüglich informiert. Statt diesen Beschluss einfach vom Gemeinderat bestätigen zu lassen, muss er natürlich weit schärfer formuliert werden mit Drohungen und Worst Case Szenarien. Auch wenn dem die Mehrheit des Gemeinderats gefolgt ist, so finde ich, man muss nicht schon mit einer Anfrage mehr Porzellan zerschlagen als nötig. Denn Krailling hat nunmal keine weiterführende Schule und Bildung kostet halt Geld.

Die gesamte Tagesordnung gibt es hier

Das Protokoll vom 28.11.2023 hier

Herrjeh! Was habe ich gezaudert, nach den Nachrichten im Radio nachzuschauen, wie Starnberg bei der U18 Wahl entschieden hat. Umso größer die Freude, dass wir stabil gegen rechts sind und wir Grüne sogar unseren Platz 1 behaupten konnten.

Was soll ich viel reden? Ich will alles daran setzen, dieses Vertrauen nicht zu enttäuschen ♥

Am 11.09. ging es in Inning um ein Thema, bei dem uns Grünen ja gern die Kompetenz abgesprochen wird: Wirtschaft.

Wer allerdings schon mal mit Julia Post, Stadträtin in München und Kandidatin für den Landtag, gesprochen hat wird schnell eines Besseren belehrt. Und auch in Gesprächen mit IHK und Gewerbeverbänden wird schnell klar, dass sich Gewerbe und Industrie weniger um neue Gewerbeflächen als um Fachkräfte, Digitalisierung und überbordende Bürokratie Sorgen machen. Die IHK hat sogar eine sozial-ökologische Marktwirtschaft ins Gespräch gebracht.

Also ist die von CSU, FW, FDP und auch SPD stehts geforderte Gewerbegebietsmehrung eben nicht das Allheilmittel für unsere Wirtschaft.

Nein, es geht um Qualität statt Quantität. Gewerbegebiete müssen gut erschlossen sein, es muss genügend Wohnraum für die Beschäftigten drumrum sein  und ein bisschen Lebensqualität wäre auch schön.

Das wollen und können wir angehen! Mit weniger Bürokratie, was München gerade mit einer RAL Qualifizierung zur bürokratiearmen Kommune versucht und besseren Bedingungen für ansässiges Gewerbe. Wir dürfen nicht vor lauter mehr, mehr, mehr diejenigen vergessen, die den Laden hier seit Jahrzehnten am Laufen halten.

Danke Julia für Deine Inspiration!

 

Ein besonders Event waren die KlimaKunstRäume am See. Die KunstRäume am See hatten sich an diesem Wochenende das Thema Klima uf die Fahnen geschrieben und ein breites Programm aufgestellt, das die Veranstalterinnen weit besser zusammenfassen als ich.

Ich war auf jeden Fall sehr, sehr beeindruckt und bin immer wieder gerne dabei!

Gallery to live in – Die Begehung eines großen Themas

„Wer will, dass die Welt so bleibt, wie sie ist, der will nicht, dass sie bleibt.“ – Erich Fried

Wir wissen es: Die Klimakrise stellt alles in Frage – auf fundamentale Weise.
Was wir zu gewinnen haben, wenn wir die Transformation zu einer klimafreundlicheren und lebenswerteren Welt angehen, möchten auch die KlimaKunstRäume am See aufzeigen, musikalisch, visuell, performativ und diskursiv.
Generationenübergreifend setzen sich verschiedene Künstler:innen, Aktivist:innen und engagierte Privatpersonen mit der Komplexität und Konflikthaftigkeit der Klimakrise und dem Klimaschutz auseinander.
Der Klimawandel, die Klimakatastrophe als unser aller Thema.Über drei Tage gespannt werden die privat bewohnten Räume der Villa Mussinan für eine Ausstellung geöffnet und gestalten sich wieder zu einer Gallery to live in. Die denkmalgeschützte Villa selbst bezeugt beharrlich durch ihren Bestand und Erhalt die Geschichte bis in das 19. Jahrhundert zurück und erlebt in fast 150 Jahren die drastischen Eingriffe und Veränderungen in ihrer unmittelbaren natürlichen Umgebung. Diese spiegeln sich auch in historischen Fotos des Starnberger Sees und der Landschaft über diesen langen wie zugleich kurzen Zeitraum. Zu sehen sind zudem Bilder, performative Videoeinspielungen, Rauminstallationen von Künstler:innen in ihrer Auseinandersetzung mit unserem Lebensraum in seiner hohen Verletzlichkeit und seinen auffordernden Bedingungen und zwingenden Notwendigkeiten.
Zu überlegen, zu diskutieren und zu realisieren sind unsere Impulse und konkreten Handlungsmöglichkeiten, in der Begegnung und Bewegung, im Gespräch und im … Gehen.
So geht es an diesem klimakulturellen Wochenende ein paar Schritte weiter zu einem paradiesisch anmutenden Klimaresilienten Gemeinschaftsgarten, durch den wir kundig geführt werden.
Und von dort sind es wiederum nur wenige Schritte in das Museum Starnberger See mit seiner Ausstellung Licht und Landschaft, mit Werken aus der hauseigenen Sammlung. Gezeigt wird der See mit seinen Ufern, den umrahmenden Hügelketten und Bergen wie er einst von ansässigen oder besuchenden Malerinnen und Malern künstlerisch zum Ausdruck gebracht worden ist. Auch diese Ausstellung soll Raum sein, über unsere Umgebung nachzudenken, wenn Natur erst durch den menschlichen Blick – und Zugriff – zur Landschaft wird. Zeitzeugnisse auch darin, den Wandel sichtbar machend.
In der Filmvorführung über die Tanzperformance von Schüler:innen des Gymnasiums Starnberg Planet Love – Creativitiy for a better World erfahren wir vom Selbstverständnis der Mitwirkenden als Teil der „Generation Z“, ihrer Reflexion zur organischen Verbundenheit mit der sogenannten Außenwelt und über ihre Wege auf der Suche nach einem Planeten der Liebe.
Abschließend und aufbrechend zugleich dann am Abend des folgenden Werktags die packende Erzählung über die konkreten Erfolge der nachbarschaftlichen Initiative „Tutzing Klimaneutral 2023“.

Diskussion und vor allem wirkmächtiges Handeln zum Schutz unseres Lebensraumes sind ausdrücklich gewünscht!

Mitwirkende

Rose Zaddach – Bildende Kunst und Lyrik
Lucy Reynolds – Rauminstallation
Eugen Bazijan – Violoncello

Renate Richter – Dipl.- Verlagswirtin, Gärtnerin (Gemüse- und Zierplanzenbau)
Christian Ufer – Dipl. Ing. Landschaftsarchitekt, Stadtplaner

Stefan Rosenboom – Fotograf und Filmemacher mit Film über das P-Seminar Tanz Q 12
Katja Böhm – Tänzerin, Pädagogin, Künstlerische Leitung

Marco Lorenz – Dipl. Ing. Wirtschaft/Ingenieur, Scientist for Future, „Tutzing Klimaneutral 2035“

Stadtarchiv Starnberg und
Museum Starnberger See


Emma Reynolds – Idee, Konzeption, Klimaaktivistin
Lola Reynolds – Assistenz

Eine Veranstaltung der KunstRäume am See
Elisabeth Carr – Idee, Konzeption und Gesamtleitung

Gefördert von
Stadt Starnberg, Landkreis Starnberg, Bezirk Oberbayern, Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg

Programm

Gallery to live in

13.00 Uhr, Einlass 12.30 Uhr

Elisabeth Carr – Begrüßung
Eugen Bazijan – Violoncello
Emma Reynolds, Klimaaktivistin – Vortrag

Ausstellung

Stadtarchiv Starnberg – Historische Bilder
Rose Zaddach – Bilder und Lyrik aus dem Zyklus „Genesis“
Lucy Reynolds – Rauminstallationen
Videoperfomances

Klimaresilienter Gemeinschaftsgarten

15.00 Uhr

Renate Richter und Christian Ufer – Landschaftsarchitektur

Besichtigung mit Führung

Museum Starnberger See

17.00 Uhr

Ausstellung „Licht und Landschaft“

Die Ausstellung präsentiert Kunstwerke aus der Sammlung des Museums. Einige der Malerinnen und Maler lebten hier am See, andere waren regelmäßige Gäste. Spätestens seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts kamen Künstlerinnen und Künstler an den Starnberger See um zu arbeiten. Sie entdeckten die Landschaft für sich, noch bevor wohlhabende Bürgerinnen und Bürger ihre Villen und Landhäuser hier bauten und die sogenannten Sommerfrischler hier Abkühlung und Vergnügen suchten. So fand der See mit seinen Ufern, den umgebenden Hügelketten und den fernen Bergen Eingang in die Kunstgeschichte. Die Werke in der Ausstellung spannen einen zeitlichen Rahmen von rund 100 Jahren. Sie zeigen Momente der Landschaft und des Lichts am Starnberger See.

Film „Planet Love – Creativity for a better World“, P-Seminar Tanz Q12 des Gymnasiums Starnberg

Stefan Rosenboom – Film
Katja Böhm – künstlerische Leitung

Im Herbst 2020 begann das PSeminar der damaligen Q11, als bereits vierte Auflage eines Tanzseminars, unter dem Titel Planet Love, einen Ausdruck dafür zu suchen, was uns mit der
Welt verbindet und was die Welt mit uns verbindet. Die Schüler:innen fertigten dazu lebensgroße Körperskizzen, die die Durchlässigkeit des eigenen Organismus’ im Kontakt mit der sogenannten Außenwelt darstellen sollten. Wir lasen Philipp Bloms herausragenden Essay „Das große Welttheater. Von der Macht der Vorstellungskraft in Zeiten des Umbruchs“ und es wurden eigene Essays dazu geschrieben, wie ein Planet of Love aussähe. Nicht zuletzt arbeitete jede:r an eigenen Choreographien, die genau dies, das Verbundensein mit allem, ausdrücken. Diese tänzerischen Einzel und Gruppengestaltungen wurden durch den Foto und Videografen Stefan Rosenboom an verschiedenen Drehorten, nämlich dem Bahnwärter
Thiel und dem Sugar Mountain in München sowie auf dem roten Platz der Schule, aufgenommen. Herausgekommen ist ein 45minütiger Film, der mit Zitateinblendungen aus den Essays sowie Audioeinspielungen aus Interviews zu verschiedenen Fragen, wie über das Selbstverständnis der Schüler:innen als Teil der Generation Z oder ihren Wegen, ihre Anliegen durchzusetzen, unterlegt ist. Die Premiere des Films erfolgte Anfang Mai 2022 als KinoEvent in der Aula des Gymnasiums Starnberg.

Das war solch ein schöner uns informativer Termin. Nahrungsmittel und Ernährung sind ja ohnehin Themen, die mich bewegen. Ein schöner Bericht von den Grünen Murnau:

Einst hoch angesehen, bangen heute viele Betriebe um ihre Zukunft: Nicht nur die Sorge um Nachwuchs treibt dabei die oft traditionell kleinen familiengeführten Bäckereien und Metzgereien um, sondern auch Themen wie die Düngeverordnung, die neuen Arbeitszeitgesetze und die damit verbundene weitere Bürokratisierung oder das Pfandsystem machen vielen die Führung und Aufrechterhaltung des Betriebs schwer.

Im Gespräch wurde jedoch schnell klar, dass eines der zentralen Themen derzeit die hohen Energiekosten sind: „Es kann nicht sein, dass der Staat die Großindustrie massiv bei den Energiekosten fördert und die kleinen Handwerksbetriebe, die die tragenden Säulen unserer regionalen Versorgung sind, hier im Stich gelassen werden! Wir brauchen dringend einen Perspektivenwechsel, z.B. muss gesehen werden, dass Mühlen oft schon gut energieautark sind und ihre Kleinstwasserkraftwerke ein wichtiger und unbedingt beizubehaltender Beitrag zur Energiewende sind. Außerdem übernehmen sie oft auch noch Natur- und Landschaftschutzaufgaben wie die Pflege und Säuberung von Flußläufen.“ macht Andreas Krahl, MdL für den Stimmkreis Weilheim/Garmisch-Partenkirchen, deutlich.

Andrea Schulte-Krauss pflichtet dem bei und ergänzt: „Regionale Kreislaufwirtschaft ist betriebswirtschaftlich das Beste für eine Region. Unsere heimischen Produkte sind bester Qualität, auch ohne Siegel oft biologisch erzeugt, und durch die kurzen Strecken auch aus Klimaschutzgründen zu bevorzugen. Wir brauchen neben einer Ausbildungsoffensive auch wesentlich mehr staatliche Unterstützung in Sachen Direktvermarktung, gerade die Kommunen und Landkreise haben eine starke Kaufkraft und müssen eine Vorbildfunktion beim Einkauf regionaler Produkte einnehmen. Allein bei der Verpflegung in Schulen und Kantinen öffentlicher Einrichtungen ist da sicher noch Luft nach oben.“

Alle Gesprächsteilnehmer*innen ziehen ein positives Fazit am Ende der rund 3-stündigen Veranstaltung. Es besteht große Einigkeit darüber, dass sich alle Ebenen mehr für den Erhalt der regionalen Strukturen einsetzen und gemeinsame bessere Rahmenbedingungen schaffen wollen. Dazu soll auch eine gemeinsame Einladung an Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir erfolgen, denn viele der Stellschrauben müssen auf Bundesebene geändert werden.

Germering ist mir als Kraillingerin natürlich sehr nah. Umso mehr habe ich mich über die Einladung von Chris Huber gefreut, ihn und den Kollegen Andreas Birzele am Stand des OV Germering zu begrüßen.

Neben interessanten Gesprächen gab es exzellentes Essen der islamischen Gemeinde Germering und natürlich wieder eine Zuckerwatte für mich :-) (also mit einer Zuckersteuer werde ich zur Cash-Cow des Finanzamtes :-D )

Aber natürlich wurden auch Fachgespräche geführt, so wird uns Chris Huber bei einem der nächsten Frauenstammtische besuchen und wir werden die Ergebnisse aus dem Runden Tisch Kinderbetreuung mit Ludwig Hartmann auswerten.

Am  Mittwoch durfte ich bei strahlendem Wetter mit unserer Stadträtin  und Kreistagskollegin Kerstin Täubner-Benicke die Villa K besuchen.

 

Das Kinderhaus am See ist eine Mischung aus kreativem Seminarhaus, bezahlbarem Familienhotel und progressivem Abenteuerspielplatz. Ein öffentliches Gästehaus, das sich als Social Business versteht.

Im Fokus steht die Förderung von Kindern und Jugendlichen.

Zukunftsrelevante Themen wie Nachhaltigkeit, Umwelt- und Tierschutz, Medienkompetenz, Kreativität, Inklusion, Gerechtigkeit und gesellschaftliches Engagement bilden die Eckpfeiler des inhaltlichen Programms.